CORONER

the ultimate

thrash-metal show 2021

Thrash Metal
Switzerland (Canton Zurich)
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Coroner – Kunsthandwerker des Thrash Metal

Verspielt und voll roher Kraft, filigran und brutal zugleich, treibende Rhythmen gespickt mit schwindelerregenden Gitarrensoli – das ist Coroner. Thrash Metal? Speed Metal? Technical Death Metal? Die Schweizer Band lässt sich nicht in eine Schublade stecken. Sie ist schlicht einzigartig. Auch nach 30 Jahren Bandgeschichte.
Anfang der Achtzigerjahre brodelt es in Zürich. In der beschaulichen Limmatstadt kommt es zu Demonstrationen und Strassenschlachten. Die Jugend will sich Freiräume erkämpfen. In dieser energiegeladenen Atmosphäre entstehen in der kleinen Zürcher Szene von Metal-Liebhabern zwei Bands, die sich aufmachen, die Welt zu erobern: Coroner und Celtic Frost. Sie lechzen nach neuer, frischer, nie dagewesener Musik – und machen sie gleich selbst.

Coroner, das sind Tommy Vetterli a.k.a. Tommy T. Baron an der Gitarre, Marky Edelmann a.k.a. Marquis Marky am Schlagzeug und Ron Broder a.k.a. Ron Royce am Bass. Auf dem ersten Demotape «Death Cult» leiht Tom G. Warrior von Celtic Frost noch seine Stimme, bevor Ron den Gesang bei Coroner übernimmt.
«Death Cult» verschafft Coroner einen Plattenvertrag beim deutschen Label Noise Records, zu dieser Zeit die Autorität in Sachen neue, aufregende Metal Bands. Das Resultat sind fünf Studioalben die beweisen, dass Coroner weit mehr sind als eine gewöhnliche Thrash Metal Band: Unpolierter Hochgeschwindigkeits-Metal 1987 auf «R.I.P.», musikalische Komplexität 1988 auf «Punishment for Decadence», technische Reife 1989 auf «No More Color» und 1991 auf «Mental Vortex», und die Weiterentwicklung zu mehr Geradlinigkeit und Drive 1993 auf «Grin». Auf Touren durch Europa und die USA überzeugen Coroner auch mit ihren Live-Qualitäten.

Der Metal von Coroner lebt von komplexen Rhythmen und verschlungenen Melodien auf höchstem spieltechnischem Niveau. Angetrieben von Rons präzisen Bassläufen, die sein Instrument an die Grenze der Leistungsfähigkeit treiben, und Markys Schlagzeugmustern, die immer wieder den geraden Weg des Viervierteltakts verlassen. Darüber schweben Tommys virtuose Gitarrenläufe, messerscharfe Meisterwerke mit neoklassischem Einschlag, die ihm den Ruf eines der besten Metal-Gitarristen überhaupt eingebracht haben.

Doch die Eigenständigkeit der Band ist auch ihre Bürde. Sie bleibt oft unterbewertet, die grossen Massen der Metal Fans wollen sich nicht auf die kunstvolle Komplexität von Coroner einlassen. Es kommt zu Spannungen, der eigene Perfektionismus und neu erwachte musikalische Interessen an anderen Stilen treiben die Band auseinander.
Nach einer letzten Tour 1996 trennen sich Coroner. Es folgt eine Pause von 15 Jahren – aber still wird es nicht. Tommy Vetterli geht zwischenzeitlich mit dem Schweizer Popstar Stephan Eicher auf Tour und wird Bandmitglied der deutschen Metaller Kreator. Marky steigt bei Tom G. Warriors Projekt Apollyon Sun ein und experimentiert mit elektronischer Musik. Ron zieht sich aus der Metal Szene zurück und spielt gelegentlich Bass bei verschiedenen Projekten.

Doch die Fans haben Coroner nie vergessen. 2010 wird der Ruf von Konzertveranstaltern nach Liveauftritten so laut, dass die Zeit reif für eine Reunion scheint. Coroner gehen zurück in den Übungsraum und proben ihre bewährten Songs mit neuer Frische. Es folgt ein Triumphzug durch die grössten Metal Festivals: 30'000 Zuschauer erleben Coroner am Hellfest im französischen Clisson, sie spielen in Wacken in Norddeutschland, am Maryland Death Fest in Baltimore in den U.S.A. sowie am Bloodstock Openair in England und gehen mit 70'000 Tons of Metal auf musikalische Kreuzfahrt. Ganz zu schweigen von ausverkauften Headliner Shows in Clubs quer durch Europa.